Wenn ein Menschenfreund geht, kommen alle

Führungswechsel – Volksbank-Chef Rainer Eckert wird feierlich in den Ruhestand verabschiedet – Nachfolger ist Ralf Magerkurth

Erbach, 2.12.2014

Bei der Volksbank Odenwald gibt es einen Stabwechsel: Der erfahrene Vorstandssprecher Rainer Eckert geht zum Jahresende in den Ruhestand und übergibt die Führung seinem Nachfolger, dem bisherigen Vorstandsmitglied Ralf Magerkurth.

Wenn ein Menschenfreund geht, kommen alle
Bild: Volksbank Odenwald

Für seine langjährigen Verdienste in verschiedenen genossenschaftlichen Gremien wurde Vorstandssprecher Rainer Eckert unter anderem vom Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverbandes e.V. Edgar Schneider mit der goldenen Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes geehrt.

Zahlreiche Ehrengäste hatten sich zur feierlichen Verabschiedung Rainer Eckerts am Freitag im Volksbank-Atrium am Haus der Energie in Erbach eingefunden. Dass neben vielen aktuellen Mitarbeitern aus dem Führungskreis der Bank auch zahlreiche ehemalige Kollegen gekommen waren, um ihren in 22 Dienstjahren lieb gewonnenen Kollegen Rainer Eckert zu begleiten, werteten alle Redner als ein Zeichen für die großen inhaltlichen und vor allem auch menschlichen Führungsqualitäten des Vorstandssprechers. Eckerts offene, freundliche Art habe bei allem gebotenen Ernst doch eine lockere und frohe Arbeitsatmosphäre erzeugt, lobte sein Nachfolger Magerkurth und betonte: Der Scheidende sei ein Menschenfreund.

Doch auch die wirtschaftliche Leistung der Bank unter Eckerts Führung kann sich sehen lassen. Wie Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Aßmus darlegte, sei die Bank in seiner Amtszeit um mehr als 6000 Girokunden, 470 Millionen Euro Bilanzsumme, 346 Millionen Kundeneinlagen und 365 Millionen Kundenkredite gewachsen. Es seien insgesamt zwei Milliarden Euro Kredite vergeben, 150 Millionen Euro verdient, 38 Millionen Euro Steuern bezahlt und 14 Millionen Dividenden an die Mitglieder ausgegeben worden. „Eindrucksvoller kann eine Bilanz kaum sein“, lobte Aßmus.

Diese Zahlen zeigen, dass Rainer Eckert ein erfahrener Banker ist, der überdies auf die solide Basis eines Studiums der Betriebswirtschaft bauen kann. Dieses hat der gebürtige Rimbacher nach dem Abitur in Mannheim absolviert und als Diplomkaufmann abgeschlossen. Anschließend zog es den jungen Mann nach Heidelberg, wo er noch einmal drei Jahre Jura studierte. Um seinen Horizont im eigentlichen Sinn zu erweitern, zog es Eckert alsbald in die Ferne, und er verbrachte zwei Sabbatjahre in verschiedenen Ländern der Erde, über die er noch heute gern in Vorträgen referiert. Erst danach fühlte er sich wirklich gereift, um ein Volontariat als Vorstandsassistent bei der Volksbank Fürth anzutreten, womit die Weichen für seine berufliche Laufbahn gestellt waren.

Von 1987 bis 1992 war Eckert Verbandsprüfer und Teamleiter beim  Genossenschaftsverband, zur Volksbank Odenwald kam Eckert 1992, wo er sieben Jahre später in den Vorstand aufstieg. 2005 wurde er schließlich Vorstandssprecher. Ein Amt wie dieses zieht bekanntlich viele weitere Posten in den unterschiedlichsten Gremien nach sich. So saß und sitzt Rainer Eckert beispielsweise im Vorstand der DZ-Verwaltungs-GmbH, in mehreren Aufsichtsräten, und er hat den Vorsitz in der Stiftung „Unsere Kinder, unsere Zukunft“ inne, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Als Rentner mag der verheiratete Familienvater Rainer Eckert die eine oder andere dieser Aufgaben abgeben. Festhalten aber wird der aktive Unruheständler an seiner Lust zu reisen und am Sport: Der Banker fährt leidenschaftlich gerne Ski und spielt Tischtennis.

Bei Eckerts Verabschiedung aus dem Berufsleben am Freitag war sein Nachfolger bereits bekannt: Ab dem 1. Januar 2015 wird Ralf Magerkurth zunächst in einer Zwei-Männer-Spitze gemeinsam mit dem bisherigen Vorstand Markus Göbel arbeiten, der seine Position behält. Die Erweiterung des Führungsgremiums auf drei Köpfe ist aber schon beschlossen.
Der künftige Volksbank-Chef Magerkurth kam vor gut zehn Jahren zum Odenwälder Geldinstitut. Er trat direkt in den Vorstand ein, nachdem er sich in verschiedenen Sparkassen-Häusern bis hin zu Führungspositionen hochgearbeitet hatte. Als seine Kernkompetenzen gelten Banksteuerung, Controlling, Marktfolge Betrieb, Personal und Revision.