Bernd Aßmus nach 22 Jahren im Aufsichtsrat verabschiedet

Vertreterversammlung: Mitglieder erhalten wieder 5,8 Prozent Dividende

Michelstadt/Reinheim, 28.5.2015

Verabschiedung Bernd Aßmus
Bild: Volksbank Odenwald

Die Volksbank Odenwald mit Sitz in Michelstadt hat selbst in Zeiten von anhaltend niedrigen Zinsen ihr Betriebsergebnis steigern können. Der vorliegende Jahresbericht bestätigt, dass das genossenschaftlich organisierte Geldinstitut weiterhin auf Erfolgskurs ist. Mit einem Jahresüberschuss von 5,037 Millionen und einem Bilanzgewinn von 2,537 Millionen Euro schloss das Geschäftsjahr 2014 mit einem Ergebnis ab, das deutlich über dem vergleichbarer Kreditgenossenschaften liegt. Mit diesen Zahlen und weiteren Einzelheiten zum Geschäftsjahr befasste sich am Donnerstag die Vertreterversammlung, zu der in die Reinheimer Geschäftsstelle eingeladen wurde. Das solide Wirtschaften wurde ausnahmslos mit einstimmig gefassten Beschlüssen honoriert; Vorstand und Aufsichtsrat entlastet sowie das Ergebnis angenommen. Erfreulich für die 43.545 Mitglieder (Stand 31.12.2014): Die Geschäftsanteile werden wieder mit einer Dividende von 5,8 % belohnt. In seiner Rolle als Vorsitzender des Aufsichtsrats war es für Bernd Aßmus die siebte Versammlung, die er souverän geleitet hat. Der frühere Rechtsanwalt und Notar aus Höchst schied aus Altersgründen nach 22 Jahren aus dem Kontrollgremium aus. Für seinen engagierten persönlichen Einsatz dankte Ralf Magerkurth als Sprecher des Vorstands. "Es ist auch Ihrem ehrenamtlichen Einsatz zu verdanken, dass die Bank auf der Erfolgsspur geblieben ist", würdigte Lothar Engels vom Genossenschaftsverband die Leistungen mit der Verleihung der silbernen Ehrennadel.

Weitere Zahlen und Fakten zum Geschäftsjahr: Obwohl von keinem normalen Marktzyklus mehr auszugehen sei, bescheinigte Ralf Magerkurth der Bank eine "komfortable betriebswirtschaftliche Ausgangslage". Die Bank sei so gut aufgestellt, dass trotz der Ausläufe der Festzinsbindungen kein akuter Handlungsbedarf bestehe. Das politisch gewollte Zinstief werde auf Dauer allerdings fallende Ergebnisse nicht verhindern können. Für 2014 stellte Vorstand Markus Göbel die wichtigsten Daten vor. Der Bilanzgewinn von 2,537 Millionen Euro wird wie folgt verwendet: 1,471 Millionen für die Zahlung einer Dividende von 5,8 Prozent und jeweils 530 000 Euro für die Einstellung in die gesetzliche Rücklage und in die anderen Ergebnisrücklagen. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 1,712 Milliarden Euro. Das Eigenkapital konnte um 3,9 Millionen auf 102,3 Millionen Euro erhöht werden. Die Kundeneinlagen legten auf 1,392 Milliarden zu; die Forderungen an Kunden stiegen um neun Prozent auf 1,305 Milliarden Euro. Die Volksbank beschäftigt 215 Vollzeit- und 141 Teilzeitarbeitnehmer sowie 31 Auszubildende.

Neben Engels befanden sich unter den Ehrengästen ferner Thomas Dirk von der DZ-Bank sowie hochrangige Vertreter der Verbundpartner R+V-Versicherung, Bausparkasse Schwäbisch Hall, Union Investment, DG Hyp AG, Fiducia IT AG sowie die Geschäftsführer der Volksbank Odenwald Immobilien GmbH und Voba Solutions GmbH. Für Aßmus bestimmte die Versammlung die 54 Jahre alte Geschäftsfrau Petra Babilon aus Breuberg-Hainstadt zur Nachfolgerin. Den Vorsitz übernommen hat Michael Ludigs (Reinheim). Nach ihrem turnusgemäßen Ausscheiden in den Aufsichtsrat erneut wiedergewählt wurden Anita Tilk (Michelstadt-Steinbach), Dieter Buxmann (Groß-Bieberau)  und Dieter Schmitt (Michelstadt-Rehbach). Im weiteren Wahlverfahren wurde auch der Vorschlag zur Besetzung der acht Mitgliedervertreter in den Wahlausschuss angenommen, der noch vor der Vertreterversammlung im nächsten Jahr die Vertreterwahl durchzuführen hat. Mit Ablauf der Versammlung schieden Reinhard Jakob (Groß-Umstadt), Heinrich Ripper (Brombachtal), Karlheinz Urich (Bad König), Alfred Vogel (Lützelbach) und Adam Weyrauch (Beerfelden) aus ihrem Amt aus und wurden für ihre langjährige Tätigkeit mit Präsenten bedacht. Einstimmig stimmte die Versammlung auch der gesetzlich geforderten Neufestlegung der Einzelkreditgrenze zu.