Schüler gehen mit "I love Odw" auf den Markt

Gründungszentrum und BSO kooperieren mit Vorzeigeprojekt

Michelstadt, 30.7.2015

Mit einem Vorzeigeprojekt setzt das Gründungszentrum Odenwald neue Maßstäbe in der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schule. Im Mittelpunkt steht eine Marke, die von Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Schulzentrums Odenwaldkreis (BSO) in Michelstadt mit neuen Ideen belebt und schon bald am realen Markt angeboten wird.
Der Startschuss erfolgte unlängst bei einer Kickoff-Veranstaltung: Das Gründungszentrum hat die Schülergruppe mit einem Startkapital ausgestattet und ihr die Marke "iloveodw" übertragen, die seinerzeit von einem Startup als Gegenbewegung zu der "Odenwaldhölle"-Diskussion entwickelt wurde. "Damit verfolgen wir weiter konsequent die Grundidee, junge Menschen für eine berufliche Selbständigkeit zu begeistern und unterstützen sie zugleich, in dem wir konkrete und praxisnahe Bedingungen schaffen. Mit den bereits umgesetzten Produkten und der Markenidee von 'iloveodw' steigen die Schüler unmittelbar in den realen Markt ein", betont Frank Levita, Vorsitzender des Gründungszentrums. Die Schülergruppe aus der künftigen Oberstufe Q 3 wird über die Sommerferien hinweg bereits ihre ersten Organisationsstrukturen aufbauen, um mit Beginn des neuen Schuljahrs im Rahmen eines Wahlpflichtkurses "ihr Unternehmen" in Bewegung setzen zu können, erläutert Studienrat Björn Denefleh, der am BSO den Wirtschaftszweig unterrichtet. Zum Startkapital zählt auch der Warenbestand an T-Shirts mit diversen Aufdrucken von "iloveodw", die derzeit in Geschäftsstellen der Volksbank Odenwald und über das Internet vertrieben werden.

Eine Schülergruppe am Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis von Michelstadt wird ab dem neuen Schuljahr die Vermarktung von "iloveodw" in die Hand nehmen. Das Gründungszentrum Odenwald hat eine entsprechende Kooperation mit der Schule unterzeichnet.
Bild: Gründungszentrum Odenwald

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich bereits sehr begeistert davon, an die Aufgaben heranzugehen, die sich gleich auf mehreren unternehmerischen Gebieten stellen: Wie steht es um den Warenbestand? Wie lassen sich die Vertriebswege verbessern? Ist der Internetshop ausbaufähig? Welche weiteren Produkte sind interessant? Welche Zielgruppe ist dazu bereit, Geld für eine identitätsstiftende Idee im Bekenntnis zum Odenwald auszugeben? Wie wird der Preis einzelner Produkte kalkuliert? "Der Schülergruppe des BSO wird ein Höchstmaß an Entscheidungsfreiheit eingeräumt, um möglichst realistische Bedingungen des unternehmerischen Handelns zu gewährleisten", unterstreicht Chris Poffo von der Volksbank Odenwald, der das Projekt fachlich begleitet. Zur Unterstützung steht der Schülergruppe ein Auszubildender der Volksbank zur Seite, um bei anstehenden Entscheidungen beratend eingreifen zu können. "Somit geben junge Leute ihre Erfahrungen an andere junge Leute weiter, was allen Beteiligten nützt", unterstreicht Voba-Ausbildungsleiterin Stefanie Lenz. Über allem wird ein "Unternehms-Board", das sich von Vertretern der beteiligten Gruppen zusammensetzt, wachen, um die Entwicklung von Ideaspot, so der unternehmerische Namen des Gründungszentrums, konstruktiv zu begleiten. Alles in allem ist wird mit der Kooperation ein spannender Prozess in Gang gesetzt - darin sind sich die Akteure einig, die die Zusammenarbeit auf fünf Jahre geschlossen haben. "Ein toller Impuls wäre natürlich, wenn aus den Reihen der Schülerinnen und Schüler einige so großes Interesse daraus schöpfen würden, dass sie ihre gesammelten Erfahrungen und Kontakte dazu einsetzen, um später einmal den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen", macht Chris Poffo Mut für einen Weitblick.