Volksbank Odenwald geht gestärkt aus Fusion hervor

Mitglieder überzeugen sich auf vier Versammlungen von Leistungsbilanz

Michelstadt, 09.05.2017

An den vier Mitgliederversammlungen, verteilt auf die Orte Michelstadt, Reichelsheim, Bad König und Groß-Umstadt, nahmen über 1.700 Mitglieder der Volksbank Odenwald teil. Im Mittelpunkt der sehr gut besuchten Veranstaltungen stand neben einem anspruchsvollen Unterhaltungsprogramm eine erste Bilanz seit dem Zusammenschluss der Volksbank Odenwald und der Raiffeisen-Volksbank Miltenberg vor einem Jahr. Damit ist die Odenwälder Genossenschaftsbank auf Rang 50 von insgesamt 970 Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland aufgestiegen. Bei der ersten Versammlung in Michelstadt stellte Bereichsleiter Mark Kaffenberger Einzelheiten zum Jahresabschluss vor. Unterhalten wurden die Mitglieder von der sechsköpfigen A cappella-Formation "Vielharmoniker" aus Fürth, die ihr Können mit Auszügen aus der Pop- und Schlagerwelt ebenso unter Beweis stellten, wie mit eigenen Produktionen in Odenwälder Mundart.

Volksbank Odenwald geht gestärkt aus Fusion hervor
Die A cappella-Formation "Vielharmoniker" aus Fürth unterhielt mit etlichen Evergreens und Liedern in Mundart die Mitglieder, die zu den Mitgliederversammlungen gekommen waren.

Was in den Wochen und Monaten der Fusion als "Zwei Marken-Modell" gehandelt wurde, habe heute Bestand, unterstrich Michael Ludigs in seiner Rolle als Vorsitzender des 18köpfigen Aufsichtsrats und bescheinigte, dass die richtige Entscheidung getroffen worden sei. In Deutschland einmalig würden jetzt über zwei Ländergrenzen hinweg "genossenschaftliche Werte wie Partnerschaftlichkeit, Respekt, Verlässlichkeit oder Verantwortungsgefühl ganz konkret und für jeden sichtbar mit Leben erfüllt", bedankte sich Ludigs  beim Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Von Miltenberger Seite nahmen an der Versammlung von Seiten des Vorstands Dr. Hans Martin Blättner und Joachim Bieber vom Aufsichtsrat teil. Die Moderation des Abends lag in den Händen von Bereichsleiterin Kerstin Fess.

Ludigs betonte, dass sich "zwei kerngesunde Banken zusammengetan hätten, um die betriebswirtschaftliche Basis für ein neues gesundes Unternehmen zu schaffen". Zahlen hierzu steuerte Kaffenberger bei, der den Mitgliederstand zum Jahreswechsel mit 64.742 angab; darunter rund 20.000 aus dem Geschäftsgebiet der Miltenberger Niederlassung. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 1,793 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2015) auf 2,770 Milliarden. Das Kreditgeschäft stieg von 1,352 auf 1,902 Milliarden Euro an; die Kundeneinlagen legten um 6,45 Prozent auf 2,315 Milliarden zu. Den rund 430 Mitgliedern in der Odenwaldhalle gegenüber kündigte Kaffenberger an, dass ihre Einlagen mit einer Dividende von 4,0 Prozent verzinst werden; vorausgesetzt die Vertreterversammlung am 22. Juni schließt sich der Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat an. 

Thematisch bestimmten die seit nunmehr fast einem Jahrzehnt anhaltende Niedrigzinsphase bei einer Inflationsrate von aktuell 1,6 Prozent, die stetig weiter auseinanderklaffende Wirtschaftskraft innerhalb der europäischen Nation und die Frage, wie unter diesen Rahmenbedingungen Sparer noch Geld verdienen können, die weiteren Redebeiträge. Vorstandssprecher Ralf Magerkurth skizzierte eine insgesamt riskante Entwicklung auf den Finanzmärkten und Jochen Volz vom Verbundunternehmen Union Investment stellte unter der Überschrift „Keine Zinsen, viel Ertrag: Mit kleinen Schritten zu großen Zielen“ die Strategie des amerikanischen Nobelpreisträgers Harry Markowitz vor.