Vertreterversammlung

2016 – erfreuliches Ergebnis im ersten Jahr der Fusion

Erbach, 22. Juni 2017

Für die Volksbank Odenwald stand das Jahr 2016 ganz im Zeichen der Fusion mit der Raiffeisen-Volksbank Miltenberg zur Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG.

Vertreterversammlung
Vorstandssprecher Ralf Magerkurth zog eine insgesamt positive Bilanz zur Fusion.

An der Veranstaltung vom 22. Juni 2017 im Festsaal des Volksbank Atriums in Erbach nahmen 113 Vertreter teil. Vorstandssprecher Ralf Magerkurth zog eine insgesamt positive Rückbetrachtung: "Bundesweit hat diese Fusion durch die Zwei-Marken-Strategie, die die regionale Identität erhält, große Beachtung gefunden. Uns war es besonders wichtig, dass die Marken Raiffeisen-Volksbank Miltenberg und Volksbank Odenwald in Form von Niederlassungen weiter bestehen. Die bisherigen Miltenberger Vorstände haben nach wie vor ihren Sitz in Miltenberg, die bisherigen Odenwälder Vorstände nach wie vor in Michelstadt." Für Kunden und Mitglieder habe sich an dieser Stelle nichts geändert: "Die bekannten Berater und Mitarbeiter sind auch weiterhin Ansprechpartner für unsere Kunden vor Ort." Dies treffe auch auf Entscheidungen wie Kreditvergaben und Konditionen sowie Spenden zu.

Anders sehe es im internen Bereich aus: Abteilungen wurden zusammengelegt und auf beide Niederlassungen verteilt. "26 Mitarbeiter aus Miltenberg haben deshalb heute ihren Arbeitsplatz in Michelstadt und 29 aus Michelstadt fahren seitdem nach Miltenberg", so Magerkurth. Als eine weitere Besonderheit der länderübergreifenden Fusion machte der Vorstand aus, "dass die fusionierte Bank sowohl dem bayerischen Genossenschaftsverband als auch dem hessischen Genossenschaftsverband angehört und wir mit unseren Filialen in drei Bundesländern, nämlich Baden-Württemberg, Bayern und Hessen, vertreten sind". In zahlreichen Projektgruppen wurden die Prozesse und Abläufe vereinheitlicht, was für die Mitarbeiter eine hohe zusätzliche Belastung bedeutet habe. "Trotz der enormen Aufgaben können wir heute sagen, die Fusion wurde insgesamt gut gemeistert und ist für die Zukunftssicherung der Bank und für die Region ein Gewinn", dankte Magerkurth allen Beteiligten für ihren Einsatz.

Die Gründe für diesen weitreichenden Schritt machte Magerkurth an dem nachhaltig niedrigen Zinsniveau fest, verursacht von der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. "Das Absinken der Erträge der Banken zwingt unausweichlich dazu, auf die Kostenbremse zu treten. Deshalb sind wir auch nicht die einzigen, die 2016 fusioniert haben", lenkte der Vorstand den Blick auf die bundesweite Entwicklung. 2016 sank die Zahl der genossenschaftlichen Institute zum ersten Mal unter die Tausendermarke. Insgesamt habe der Verband der Volksbanken und Raiffeisenbanken 49 Fusionen begleitet und zähle jetzt 972 Institute.

Souverän geleitet wurde die Versammlung von dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Michael Ludigs (Reinheim). In offener Abstimmung stellte er jeweils einstimmige Beschlüsse fest. Damit wurden sowohl der Jahresabschluss festgestellt als auch Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Die Vertreter folgten ebenfalls dem Vorschlag, auf Mitgliedereinlagen eine Dividende von vier Prozent auszuschütten. Der Bilanzgewinn betrug 2,7 Millionen Euro. Ebenfalls ohne Gegenstimmen wurden Johannes Peter Born (Fränkisch-Crumbach), Kurt Grimm (Kirchzell), Wolfgang Hanel (Klingenberg), Karl Heusel (Michelstadt), Günter Kunkelmann (Bad König) und Jochen Seippel (Groß-Umstadt) wieder in den Aufsichtsrat gewählt.

Zahlen der neuen Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank eG

Die Bilanzsumme der Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG belief sich auf 2,770 Milliarden Euro. Damit zählt die Bank nach eigenen Angaben zu den 50 größten Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland. Im Weiteren beinhalten Vergleichswerte zum Vorjahr jeweils die Summe der bis dahin eigenständigen Häuser. Die Kunden hatten der Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG zum Jahresende 2016 Einlagen in Höhe von 2,315 Milliarden Euro anvertraut. 2015 waren es noch 2,177 Milliarden. Dies entspricht einer Steigerung von 6,3 Prozent. "Auch in 2016 bevorzugten die Kunden kurzfristige und schnell verfügbare Geldanlagen", erklärte Vorstand Hans Werner Braun. Das Kreditgeschäft hat sich ebenfalls erhöht. Die Forderungen an Kunden beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 1,902 Milliarden Euro (2015: 1,894 Milliarden).

Der Personalbestand zum 31. Dezember 2016 betrug 546 Mitarbeiter. 36 junge Menschen wurden zum Ende 2016 in der Ausbildung zum Bankkaufmann beschäftigt. Binnen Jahresfrist verzeichnete die Bank einen Zugang von 1.587 neuen Mitgliedern mit 20.045 Geschäftsanteilen. Zum Jahresende 2016 gehörten 64.742 Mitglieder der Bank an, die 694.652 Geschäftsanteile gezeichnet hatten.