Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG weiter auf Erfolgskurs

Zwei Jahre liegt es nun schon zurück, dass die Volksbank Odenwald sich mit der Raiffeisen-Volksbank Miltenberg zur Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG (VVRB) zusammengeschlossen hat. Diese länderübergreifende Fusion zweier Genossenschaftsbanken hat bundesweit eine beachtliche Aufmerksamkeit erfahren, nicht zuletzt dank der Zwei-Marken-Strategie.

Sehen lassen kann sich auch die bilanzielle Entwicklung im abgelaufenen Jahr, die auf der Vertreterversammlung von Vorstandssprecher Ralf Magerkurth vorgestellt wurde. An der Versammlung in der Breuberghalle in Breuberg-Neustadt haben 111 Vertreter teilgenommen. „Die Bilanzsumme hat sich im Wesentlichen durch den Anstieg der Kundenforderungen und Wertpapieranlagen erhöht“, ging Ralf Magerkurth näher auf das Zahlenwerk ein. Mit einem Ergebnis vor Ertragssteuern von 25,42 Mio. Euro hat die neue Bank im Vergleich zum Fusionsjahr (21,50 Mio.) kräftig zulegen können.  Der Anteil der Kundenforderungen hat sich im Verhältnis zur Bilanzsumme von 68,7 % auf 71,9 % merklich erhöht. Das Wachstum bei den Kundenforderungen beträgt 140 Mio. Euro, was 7,3 % entspricht. Unter Abzug der gesetzlichen und anderen Rücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 2,34 Mio. Euro. Nach dem Beschluss in der Vertreterversammlung werden davon 1,39 Mio. Euro an die Anteilseigner ausgeschüttet, was einer Dividende von 4,0 % entspricht.

 Zum Jahresende gehörten 63 943 Mitglieder der Bank an, die 682 236 Geschäftsanteile zeichneten. 27 junge Menschen befinden sich aktuell in Ausbildung. Zum Jahreswechsel waren 293 Vollzeit- und 215 Teilkräfte bei der VVRB beschäftigt. „Zusammenfassend blicken wir auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück“, beendete Ralf Magerkurth den Bericht des Vorstands.

In seiner Zukunftsagenda und strategischen Betrachtung der Bank im Jahr 2022 gab er die Losung aus, das Firmenkundengeschäft wie das private Kreditgeschäft weiter zu steigern sowie die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsstellen zu erhalten. Es gelte, den Omnikanal-Ansatz zu fördern und alternative Vertriebskanäle auszubauen. Im Segment Steuerung/Produktion setzt die Bank auf eine moderne Infrastruktur und Kommunikationstechnik. „Effizienzen heben und die Qualität weiter stärken“, so Ralf Magerkurth gegenüber den Vertretern. Mit Blick auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kündigte der Vorstandssprecher an, das Talentmanagement zu intensivieren und die Veränderungsbereitschaft zu fördern, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können. Gesamtwirtschaftlich betrachtet, leide der Kapitalmarkt weiter recht stark unter der Nullzinspolitik, leitete Ralf Magerkurth über zu den Themen der Zeit.

Die Versammlung wurde von dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Michael Ludigs (Reinheim) geleitet. Im Anschluss an die Berichte des Vorstands und des Aufsichtsrats inklusive des Berichts über die gesetzliche Prüfung wurde die Feststellung des Jahresabschlusses genehmigt wie auch die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats festgestellt. Wie bereits im Vorjahr, stimmten die Vertreter dem Vorschlag zu, auf Mitgliedereinlagen eine Dividende von 4 % auszuschütten. Ebenfalls ohne Gegenstimmen wurden Petra Babilon (Breuberg), Joachim Bieber (Miltenberg), Michael Ludigs (Reinheim), Theo Pfeifer (Großheubach), Dieter Schmitt und Anita Tilk (beide Michelstadt) wieder in den Aufsichtsrat gewählt.

Die zur Abstimmung vorgelegte Satzungsänderung wurde einstimmig angenommen. Zu Beginn der Versammlung konnten die Vertreter sich über Neuerungen im Bereich Digitalisierung/Apps informieren. Auf den Sitzungsteil des Abends folgte ein Vortrag des Innovationsforschers und Kognitionspsychologen Christoph Burkhardt, der über „Zukunftstrends und was sie bedeuten“ referierte.