Mitgliederversammlung der Volksbank Odenwald

Anteilseigner erhalten 5,8 Prozent – Thema Europa im Fokus

Michelstadt, 28.4.2015

Mit 5,8 Prozent Dividende können die Volksbank-Mitglieder für das Geschäftsjahr 2014 rechnen. Das hat das genossenschaftlich organisierte Finanzinstitut bei seinen Mitgliederversammlungen bekannt gegeben. Einmal im Jahr lädt der Vorstand der Volksbank Odenwald seine Anteilseigner ein. Bei fünf Veranstaltungen in Reichelsheim, Bad König, Michelstadt, Höchst und Groß-Zimmern hat das Geldinstitut mehr als 2.500 Mitgliedern einen Überblick über Aktivitäten und Entwicklungen im vergangenen Jahr gegeben. Im Zentrum der Versammlung stand neben dem hervorragenden Geschäftsergebnis das Thema Europa.

Ralf Magerkurth, Vorstandssprecher der Volksbank Odenwald eG

Die Marktbereichsleiter Evelyn König und Mark Kaffenberger präsentierten die wichtigsten Kennzahlen des Geschäftsjahrs 2014. Demnach stieg die Bilanzsumme um neun Millionen auf 1,712 Milliarden Euro, die Kundeneinlagen stiegen um zwei Millionen auf 1,392 Milliarden Euro, das betreute Kundenanlagevolumen, das Anlagevolumen bei der Bank und den Verbundpartnern,  ist von 2,055 Milliarden Euro um 61 Millionen Euro oder 3,0 % auf 2,116 Milliarden Euro angestiegen. Die Forderungen an Kunden nahmen um 8,9 Prozent auf 1,304 Milliarden Euro zu. Auch die Entwicklung der Mitgliederzahlen ist erfreulich: Zum 31. Dezember 2014 waren es 43.544 Mitglieder. Das ist eine Steigerung von 976 Mitgliedern im Vergleich zum Vorjahr. Vorstandssprecher Ralf Magerkurth gab im Wechsel mit seinem Vorstandskollegen Markus Göbel den Anwesenden einen Überblick über die gesamtwirtschaftliche Lage in Europa. Verständlich erklärte er die Zusammenhänge zwischen Finanzkrise und Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. „Ich sage ganz bewusst nicht: Euro-Krise“, so Magerkurth und Göbel. Nicht der Euro als gemeinsame Währung habe die Krise ausgelöst, sondern unverantwortliche Schuldenmacherei in vielen Ländern Europas. „Die lockere Geldpolitik und die faktische Nullzinsstrategie der Europäischen Zentralbank sind direkte Folgen der europäischen Schuldenkrise“. Und das Hin und Her nach dem Regierungswechsel in Athen, die Forderungen gerade in Richtung Deutschland zeigen: Die Krise ist längst noch nicht überwunden. Das betrifft Kunden der Volksbank und anderer Finanzinstitute gleichermaßen.

Trotz des guten Geschäftsergebnisses wiesen die Vorstände der Bank darauf hin, dass auch die Volksbank Odenwald die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik auf die Erträge spürt. Das Geldinstitut ist jedoch gut und solide aufgestellt, um diese Herausforderungen zu meistern. „Allerdings sollten wir uns darauf einstellen, dass unsere Gewinne künftig zwar ansehnlich, aber nicht mehr so hoch wie in den vergangenen Jahren ausfallen werden“. Oberste Priorität sei, mit einer gesunden und grundsoliden Genossenschaftsbank in die Zukunft zu gehen.
Vor diesem Hintergrund waren die Tipps von Udo Jansing wertvolle Hinweise an die Teilnehmer der Mitgliederversammlungen. Der Finanzexperte sprach zum Thema „Was ist los in Europa“ und erklärte Funktion und Arbeitsweise der EZB. Im Hinblick auf die niedrigen Zinsen empfahl der Finanzprofi den Mitgliedern eine sinnvolle Vermögensstruktur – die Aufteilung des Vermögens in verschiedene Anlageklassen und Laufzeiten. Somit, erklärte Jansing, haben Kunden nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch höhere Chancen auf Rendite. Ein langfristiger Aufbau des Vermögens ist gerade für die Sicherheit im Alter wichtig, damit keine Versorgungslücke entsteht.

Das Damen-Streichquartett „La Finesse“

Ehrlicher Umgang mit Kunden und Beratung entlang derer Bedürfnisse: Das ist typisch Volksbank. Doch das Odenwälder Kreditinstitut bot seinen Mitgliedern bei den Versammlungen nicht nur Zahlen, Daten und Fakten, sondern auch Unterhaltung auf höchsten Niveau. Musikalisch hat das Streichquartett „La Finesse“ die Veranstaltung begleitet. Die vier Musikerinnen sind darauf spezialisiert, klassische Musik mit modernem Musikgeschmack  zu verbinden.

Damit hat die Volksbank Odenwald ein Zeichen gesetzt, denn auch sie vereint in ihrem nunmehr 152. Jahr Werte wie Solidarität und Respekt mit aktuellen Entwicklungen im Finanzmarkt. Die tiefe Verwurzelung in der Region ist ein weiterer Baustein der Erfolgsstrategie, wie Bereichsleiterin  Kerstin Fess, die charmant auch durch den Abend begleitete,  im Gespräch mit den Marktbereichsleitern Evelyn König und Mark Kaffenberger verdeutlichte. Das Motto „gemeinsam erfolgreich“ kommt bei den Volksbank-Kunden jedenfalls gut an. „Unser genossenschaftliches Geschäftsmodell hat sich in den vergangenen Jahren mehr als bewährt“, so der Vorstand der Bank. Der ungebrochene Zustrom an Mitgliedern spiegelt deren Vertrauen wider. „Wenn immer mehr Kunden Mitglieder ihrer Bank werden, dann darf man wohl ein hohes Maß an Zufriedenheit in puncto Beratung und Betreuung unterstellen.“

Bilder: Volksbank Odenwald eG