Familie Scheiner benötigt einen Aufzug für ihr behindertes Kind

Die Geschichte hat viele gerührt und eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. So war es auch für die Stiftung „Unsere Kinder, unsere Zukunft“ der Volksbank Odenwald eG keine Frage, rasch und unbürokratisch zu helfen, wo dringend Hilfe gebraucht wird. Sehr gefreut hatten sich Swantje und Gerd Scheiner, als Rainer Eckert, Vorstandssprecher der Volksbank mit der freudigen Nachricht zu ihnen Nachhause in Semd zu Besuch gekommen ist. Mit einem Scheck über 500 Euro beteiligt sich die Stiftung "Unsere Kinder - unsere Zukunft" an den Anschaffungskosten eines Aufzugs, den die fünfköpfige Familie dringend benötigt, aber aus eigener Kraft – verständlicherweise – nicht finanzieren kann. „Wir sind überwältig darüber, wie schnell die Stiftung auf unsere Bitte hin reagiert und hat und uns hilft, unserem Ziel näher zu kommen“, freute sich Mutter Swantje. Worum geht es? Der kleine Jari ist jetzt knapp dreieinhalb Jahre alt. Bei der Geburt der Zwillinge Bela und Jari hat der Junge für längere Zeit keinen Sauerstoff bekommen, was zu Hirnschäden führte. Kurz darauf ist er erblindet. Die Ärzte hatten den besorgten Eltern zunächst keine Hoffnung darauf gemacht, dass Jari jemals wieder sehen wird und laufen lernen könnte. Aber Swantje und Gerd Scheiner haben den Mut nicht aufgegeben und alles getan, um das behinderte Kind zu fördern. „Jari ist inzwischen ein sehr glückliches Kind; er besucht denselben Kindergarten wie seine Brüder Bela und der ein Jahre ältere Heikki“, stellten die Eltern dem willkommenen Besucher ihre Familie vor.

Die Familie steht vor einer Herkulesaufgabe, die sie ohne fremde Hilfe nicht bewältigen kann. Absehbar wird Jari schon bald zu schwer sein, um ihn immer tragen zu können. So plant die Familie – Vater Gerd ist Architekt – ein Haus zu bauen, in dem gleich ein Aufzug die Wege spürbar erleichtern wird. Doch zu den veranschlagten Kosten von 25 000 Euro wird die Pflegekasse maximal 2500 Euro beisteuern, musste die Familie bitter feststellen. Eine Welle der Spenden- und Hilfsbereitschaft, zu der nicht zuletzt die Redaktion des Darmstädter Echos mit seiner Berichterstattung maßgeblich beigetagen hat, hat bereits viel Geld eingespielt, doch es reicht noch bei weitem nicht aus. Gut in Erinnerung geblieben ist ein Benefizkonzert in der Kirche von Lengfeld, das vor Weihnachten stattgefunden hat. „Als die Familie sich auch an die Stiftung wendete, stand für uns sofort fest, dass der Stiftungszweck für den kleinen Jari wie geschaffen ist“, unterstrich Rainer Eckert bei der Scheckübergabe, „Wo staatliche Stellen an ihre rechtlichen und finanziellen Grenzen stoßen, prüft die Stiftung, wo sie in der Region helfen kann, damit alle Kinder eine Zukunft haben.“

 

Bild: Volksbank Odenwald eG